Soll der Philosophieunterricht Zweifel fördern?
Synopsis
Der Artikel verteidigt die Existenz des Philosophieunterrichts in seiner jetzigen Form, obwohl die Bildung in letzter Zeit in Richtung Erwerb von Sachwissen geht. Dies kommt der Philosophie nicht zugute. Dies führte dazu, dass sich der Philosophieunterricht in Richtung der Suche nach Teillösungen entwickelte, anstatt den Horizont durch das Hinterfragen bestehender Vorschläge zu erweitern. Aber die Dinge müssen von allen Seiten analysiert werden und man darf sich nicht von alltäglichen pauschalen Ansichten überzeugen lassen. Eine eigene Meinung bei der Bewertung von Lösungen ist erwünscht und die Schülerinnen und Schüler müssen in kritischer Analyse geschult werden, die es ihnen ermöglicht, in der Vielzahl der verschiedenen Meinungen selbst zur Wahrheit zu gelangen. Da sich der Lernprozess der Philosophie, der aus einer Vielzahl mentaler Handlungen wie Bewerten, Zweifeln oder Hinterfragen besteht, von anderen Schulfächern unterscheidet, die auf die Aufnahme von Sachwissen, Wiederholung, Verknüpfung und Anwendung setzen, was messbares Wissen zur Folge hat, muss er auch so erhalten bleiben. Die Philosophie verfügt über wertvolle methodologische Werkzeuge, die die Entwicklung und Verbesserung der Argumentationskompetenzen der Schülerinnen und Schüler und ein tiefes Verständnis von Problemen und deren Lösungen ermöglichen, was der Autor mit einem schulischen Philosophie-Workshop veranschaulicht.






